Deutsche Meisterschaften im Ju-Jutsu Fighting in Aschersleben

Die Luft zum Schneiden dick und zum Schwitzen brauchte man sich noch nicht einmal zu bewegen. Mit diesen Bedingungen mussten sich bei den Deutschen Meisterschaften vor allem am Nachmittag die Kämpfer in Aschersleben arrangieren. In der Konkurrenz von 339 Ju-Jutsu Kämpfern aus 87 Vereinen standen auch Yannick Kern und Hannah Lux.

Yannick startete in der stark besetzten U 18m bis 81kg im Doppelpool und hatte seine erste Begegnung gegen den Kämpfer aus Norderstedt zu bestreiten. Leider hatte sich Yannick nach den Junioren-Europameisterschaften in Schweden nicht die erforderliche Regenerationspause gegönnt. Dafür wurde er von dem erfahrenen Fighter aus Schleswig-Holstein abgestraft, der die daraus resultierende Leistungsschwäche erkannte und die Begegnung (wenn auch nur mit einem minimalen Punktevorsprung) für sich entschied. Damit wurde Yannick in die Trostrunde verwiesen, das Ziel Deutscher Meister war in unerreichbare Ferne gerückt. Auch wenn sich die nachfolgenden Kämpfe als sehr kraftzehrend erwiesen, demonstrierte Yannick immer wieder seine technische Überlegenheit vor allem im Bereich der Schlag- und Tritttechniken. Im kleinen Finale zog sich Yannick eine Verletzung am Fuß zu, kämpfte mit dem Handicap dennoch weiter, siegte und belegte im Endklassement Platz 3.

Hannah ging in der U 18w bis 48kg in die Konkurrenz. Ihre Begegnungen führte Hannah mit viel Durchsetzungswillen, vor allem im Bereich der Schlag- und Tritttechniken konnte sie immer wieder punkten. Eindrucksvoll gestaltete sich der Kampf gegen die amtierende Vize-Europameisterin und Bundeskaderathletin aus Schleswig-Holstein, gegen die Hannah sich einen beachtlichen Punktevorsprung erarbeiten konnte. Erst als es der Kämpferin aus Norderstedt gelang Hannah im Wurfbereich auszukontern, war die Begegnung nicht mehr zu gewinnen. Auch wenn Hannah mit Platz 4 den Sprung aufs Treppchen verpasst hat, die Leistungen waren für die erste Saison U 18 sehr überzeugend.